Brief an Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl
Wien, 7.4.04
Maria Nebehay 1020 Wien
Betrifft: Bundesstraße B 14, Anbindung an das Gewerbegebiet Kuchelau
Sehr geehrter Herr Dr. Häupl!
In der Diskussion über die geplante Umfahrung von Klosterneuburg scheint es außer Streit zu stehen, daß das Gewerbegebiet Kuchelau besser als bisher an die B 14 angebunden werden sollte. Die verkehrstechnisch beste und umweltfreundlichste Variante dürfte die Überbrückung der Franz-Josephs-Bahn im Bereich "Donauwarte" sein, die aber, soweit mir bekannt ist, aus politischen Gründen nicht realisiert werden kann: sie würde noch im Wiener Stadtgebiet liegen, jedoch dem Land Niederösterreich zugute kommen. Nun soll die Anbindung in einem Wohngebiet in Klosterneuburg (sog. Sachsenviertel) erfolgen, was für die Lebensqualität der Anrainer eine einzige Katastrophe bedeutet.
In dieser Situation wende ich mich an Sie mit der Frage: Besteht zwischen Wien und Niederösterreich ein Eiserner Vorhang? Ist es wirklich nicht möglich, einmal über den politischen Schatten zu springen und die Vernunft siegen zu lassen? Könnte nicht auf Wiener Gebiet gebaut werden, wenn das Land Niederösterreich die Kosten übernimmt? Im Gewerbegebiet Kuchelau sind viele Wiener Firmen untergebracht, die von einer solchen Lösung profitieren würden. Manchmal versteht man als einfacher Bürger die politische Welt überhaupt nicht.
In großer Hoffnung auf eine Antwort verbleibe ich mit besten Grüßen
gez. Maria Nebehay