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Umfahrung: Einstiegsdroge für NW-Umfahrung von Wien nach Ostererweiterung?

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"Umfahrung": nur der 1. Schritt eines Großprojektes! Das Land NÖ investiert nicht 70 Mio € in eine lokale und wenig effiziente Stadtplatzumfahrung, die nur den Verkehr aus Kritzendorf und Höflein aufnimmt.

Presseinformation der BGU - Grüne Fraktion Klosterneuburg, 3. Dezember 2003

Bei der Bauverhandlung für die Umfahrung zeigte sich in erschreckender Weise die geringen Entlastungseffekte für den Stadtplatz und das Zentrum. Nur 6500 Autos weniger sollen nach der vorgelegten Verkehrsanalyse von Snizek über den Stadtplatz rollen. Bei einer Restmenge von 15 500 Autos im Jahre 2020 wird es auch künftig keinen verkehrsberuhigten Stadtplatz geben können - der eigentliche Grund für die Umfahrung Klosterneuburg. Durch die vielen Auflagen, die die Gutachter vorgeschrieben haben, wird sich das Projekt wesentlich verteuern, statt 35 Mio. € auf wahrscheinlich 50 Mio. €.

Wie aus verlässlicher Quelle zu erfahren war, überprüft das Land zurzeit ja die Natura 2000-Verträglichkeit einer Donaubrücke durch die Klosterneuburger Au. Das Umfahrungsprojekt sieht ja noch immer die Anbindung des Martinstunnels durch einen großen Kreisverkehr in der Au unter dem Waisenhaus vor, in dem dann natürlich auch der Autoverkehr einer künftigen Donaubrücke einbinden könnte. Denn für eine Verringerung der Stauzeiten durch Klosterneuburg in der Morgenspitze von derzeit etwa 5 - 10 min, die dann mit der Umfahrung auf 3 - 6 min verringert werden wird, für diese 2 - 4 min geringeren Stauzeiten, dafür kann das Land ja wohl nicht 40 - 50 Mio. € investieren wollen!!?? Mit einer Verbesserung des öffentlichen Verkehrs könnten um das gleiche Geld wesentlich größere Entlastungseffekte erzielt werden. Autoverkehr würde damit tatsächlich eingespart und nicht wie bei der Umfahrung nur in die Au verlagert werden. Wesentlich mehr Klosterneuburger könnten davon profitieren, denn es würden Schadstoffe und CO2 eingespart, das Orts-, Landschafts- und Stadtbild nicht beeinträchtigt, das Naherholungsgebiet Au nicht entwertet, keine zusätzliche Straßenerhaltung und Reinigung, kein Winterdienst anfallen, usw. Eine Stadtplatzumfahrung Klosterneuburgs mit Landesmitteln um derartig hohe Kosten bei einer so geringen Autoverkehrsentlastung des Zentrums, kann ja nur erklärt werden, wenn die Umfahrung ein Baustein eines Landeskonzeptes für eine künftige großräumige Nordwest-Umfahrung von Wien nach einer erfolgten EU-Osterweiterung werden soll. Klosterneuburg wird dann vollkommen unter die Räder kommen. Aufgestachelt durch dieses Horrorszenarium werden die Umfahrungskritiker eine breite Palette von Widerstandsaktionen kontinuierlich durchführen. Bei dem Treffen am 9.12. werden die nächsten Schritte besprochen werden.

Last modified 2006-04-10 03:35 PM
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