Skip to content

Plattform Unser Klosterneuburg

PLATTFORM UNSER KLOSTERNEUBURG

SOMA-Markt

Document Actions
Die Errichtung eines Sozialmarktes in Klosterneuburg entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Beschämend, dass man die wirtschaftlich schwächeren - darunter viele AlleinerzieherInnen - nicht ausreichend unterstützt.

Beschämende Blockade

Seit ca. 2006 gibt es in Klosterneuburg Bemühungen von der Volkshilfe und der EX-Stadträtin Blasl wegen eines Soma Marktes. Zustande gekommen ist nichts, weil die ÖVP mauert: kein geeigneter Standort, zu wenig Berechtigte.

Ad Standort: ex-Schlecker-Markt (Albrechtstraße) und ex-Mondo (Hundskehle) stehen seit Jahren noch immer frei, sind verkehrsgünstig gelegen und die Mieten sind sicher verhandelbar - da langer Leerstand. Die Einnahmenausfälle sind so hoch, dass sie viele Jahre günstigere Miete aufgewogen hätten.

Ad Berechtigte: STR Maierhofer hat von ca. 300 Berechtigten gesprochen (Mindestrentner, Sozialhilfeempfänger, Notstandshilfeempfänger); diese Zahl wäre zu überprüfen (wenig realistisch und wahrschinlich drastisch unterschätzt – siehe Wirtschaftskrise) außerdem hat er auf die AlleinerzieherInnen vergessen - 17,4% in Klosterneuburg!!! (Klosterneuburg hat eine der höchsten Scheidungsraten in Österreich). Berechtigter ist: Haushaltseinkommen/ 1 Person- €820.-, 2 Personen- €1210.-; bei diesem Betrag finden sich sicher eine Menge Alleinerzieherinnen mit Kind.

 

Maierhofer/ÖVP hat auch mit ihrer ablehnenden Haltung die damals bereits seitens des Landes NÖ und des Arbeitmarktservices (AMS) bestehende Zusage/Finanzierung der Angestellten des Soma Marktes „verpatzt“ (jetzt gibt’s die nicht mehr): Jährliche Lohnkosten der Angestellten €150.000.- , wären zu 2/3 vom AMS und zu 1/3 vom Land bezahlt worden. Die größten Finanzierungsbrocke hätten also gar nicht die Stadtgemeinde getroffen. Es hat sich auch kein Trägerverein in Klosterneuburg gefunden (den es geben muss) – in Baden ist es z.B. der Lions Club (solche „sozialen“ Clubs haben wir aber auch in Klosterneuburg.). Tulln hat dem Soma-Markt eine einmalige Starthilfe von €50.000.- gegeben. Demgegenüber wird in Klosterneuburg das Weinlesefestest mit €60.000.- subventioniert!!!!

 

Es fehlt einfach der Wille für das Zustande-Bringen so eines Marktes. Ein mobiler Soma-Bus/ Maierhofer/ - ist sehr bedenklich, das ist ja wohl jedem klar, der eine Sekunde über Stigmatisierung nachdenkt. Sich auf der Straße bei einem LKW-Laden anstellen ist nochmals auffälliger als das Einkaufen in einem normalen Verkaufslokal. Die Art des Zu-Tode-Verzögerns eines Projektes erinnert an die Methodik beim „Streetwork-Projekt“, wo ebenfalls bereits eine Förderungszusage seitens des Landes vorlag, die nicht „abgeholt“ wurde. Natürlich ist ein mobiler Markt aber besser als gar keiner. Wir werden es lernen müssen, mit einer immer weiter auseinander klaffenden Einkommensschere umzugehen.

 

Aus unserer Sicht sollte ehestmöglich ein verkehrsgünstiger Standort in Klosterneuburg dafür bereitgestellt werden.

Einzig denkbare Alternative wäre das Ausverhandeln einer speziellen Einkaufskarte, gültig bei allen Klosterneuburger Nahversorgern, mit einem auf die Notsituation abgestimmten Einkaufskontingent mit deutlich reduzierten Preisen. Die Differenz zum normalen Verkaufspreis würde seitens der Stadtgemeinde über den Sozialfond den Nahversorgern refundiert. Diese Vorgehensweise vermeidet die meisten negativen Effekte der Stigmatisierung (Wir alle wissen: Armut wird als Schande erlebt) und dürfte finanziell für die Stadtgemeinde eine relativ geringe Belastung darstellen, die aber aus ethischen und Solidaritätsgründen gerechtfertigt erscheint.

Last modified 2009-09-28 10:32 AM expired
  • Unausgelastetes Parkdeck (R1)
  • Unausgelastetes Parkdeck - aber ein zweites soll her, das die ÖBB nicht will
  • Feinstaub-Aktion (R2)
  • Feinstaub-Aktion von Global2000 vor Lebensministerium
  • Feinstaubmessung (R3)
  • Greenpeace technisch hochgerüstet für Feinstaubmessung