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Bedenkliche Fehlkalkulation

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Planungschaos im Land NÖ: waren ursprünglich 35 Mio € als Kosten für die "Umfahrung" angegeben worden, sind es nun bereits 70 Mio €!

Presseinformation der BGU - Grüne Fraktion
vom 31. März 2004

Beunruhigend ist, dass der Betreiber, die Abt. Großprojekte im Land NÖ, die Kosten der Umfahrung völlig falsch eingeschätzt haben. Wurde für das ursprüngliche Gesamtprojekt, also Umfahrung mit Anbindung des Betriebsgebietes und Martinstunnel 70 Mio € veranschlagt, so werden die Kosten nun nur für die Umfahrung alleine, also ohne Tunnel mit 70 Mio € angegeben. Ein Verdopplung der offiziell angegebenen Kosten deutet auf ein beachtliches Planungschaos im Land hin. Für die Verwirklichung des Projektes (sollte es überhaupt dazu kommen), lässt das nichts Gutes erwarten. Offiziell wird die Bauzeit nämlich mit drei Jahren angegeben, also Fertigstellung im Jahre 2008. Angesichts der bisherigen Fehl­entscheidungen ist eigentlich nicht zu erwarten, dass vor 2010 Autos auf der Umfahrung fahren werden. Wahrscheinlich muss sich Klosterneuburg auf ein fünfjähriges Baustellenchaos mit Verkehrsbehinderungen einstellen.

2010: Umfahrung ohnehin überflüssig

Die Auswirkungen der Parkraumbewirtschaftung in Wien für Klosterneuburg zeigte sich schon daran, dass der Autoverkehr nach Wien seit der Einführung stagniert, zugenommen hat der in­nerstädtische Verkehr(siehe: Einreichprojekt 2003 - Technischer Bericht) und für diesen bringt die Umfahrung nur sehr bedingt eine Entlastung.

Doch bis 2010 werden die Kurzparkzonen in Wien auch auf Bezirke außerhalb des Gürtels ausgedehnt worden sein (im 15. Bezirk, um die Stadthalle, läuft schon jetzt ein Pilotprojekt).

Die City-Maut in London, die nun bereits 1 Jahr lang eingehoben wird (7,- € - Werktag zwischen 7.30 -18.30) ist ein Erfolg und brachte 17 % weniger Autofahrten!! und erfreut sich hoher Akzeptanz.

Der Erfolg in London wird auch andere europäische Großstädte veranlassen das City-Maut-System als wichtiges Instrument zur Steuerung der täglichen Autospringflut einzusetzen. Mit einer Einführung in Wien ist daher zu rechnen. Wenn nur eine der beiden Maßnahmen eingeführt wird, wird der Autoverkehr nach Wien ohnehin abnehmen.

Last modified 2004-10-05 03:10 PM
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