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Soll Öffentlicher Verkehr noch weiter unattraktiv gemacht werden?

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Die PUK protestiert auf das schärfste gegen die Verlegung der Haltestelle des Stadtbusses 201 vom Bahnhof Weidling auf die Weidlinger Straße

Die Stadtbushaltestelle 201 direkt beim Weidlinger Bahnhof – ursprünglich als Provisorium während des Neubaus des Kreisverkehrs am Weidlinger Bahnhof auf die Weidlinger Straße verlegt – soll jetzt permanent zur Weidlinger Straße verlegt werden.

Um zum Bahnhof zuzufahren, musste der Stadtbus, aus Weidling kommend, beim Kreisverkehr die sogenannte „Bypass-Spur“ queren, was angeblich ein Sicherheitsrisiko darstellt. Es ist festzuhalten, dass die Stadtbushaltestelle direkt am Bahnhof ja bereits früher in einer Verkehrsverhandlung genehmigt worden war, und zwar selbstverständlich in Kenntnis der genauen Pläne des Kreisverkehrs und seiner Verkehrsflüsse.

Erhoben wurde seitens der Fa. Zuklin nur ein sehr geringer Bedarf von Fahrgästen, bei der provisorischen Haltestelle auszusteigen. „No na!“, so PUK-Sprecher Bernd Schweeger, „wenn ich vor allem ältere Menschen, vielleicht sogar mit Gehbehinderung oder auch Eltern mit Kindern und/oder Kinderwägen, zwinge, ca. 150 Meter zu Fuß zum Bahnhof zu gehen, dabei 2 breite und vielbefahrene Äste des Kreisverkehrs mit insg. 6 Fahrstreifen ohne Ampelsicherung zu überqueren, wird der Stadtbus dafür einfach nicht mehr in Anspruch genommen.“

Wir halten diese Entscheidung, an der die gleichen handelnden Personen beteiligt waren, wie bei der ersten, Öffi-Nutzer-freundlichen und sinnvollen Festlegung der Haltestelle direkt beim Bahnhof, für einen Schlag ins Gesicht all derjenigen, die für die Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs eintreten.

So kann, so darf es einfach nicht weitergehen! Es wäre ein Einfaches gewesen, ein Schild aufzustellen, in dem der Bypass-Verkehr von Wien kommend Nachrang gegenüber dem die Spur wechselnden Stadtbus gegeben wird. Dass dies nicht geschieht, zeigt, dass sich Verkehrsplanung ausschließlich am motorisierten Individualverkehr orientiert. FußgängerInnen und Öffi-BenutzerInnen sind keine Menschen zweiter Klasse.

Wir halten angebliche Sicherheitsgründe für vorgeschoben: so „unauffällig“ ist ein Bus nicht, der blinkt, um zu einer Haltestelle zuzufahren, und so rücksichtslos sind die Autofahren auch nicht, dem Bus die Querung des Bypass-Fahrstreifens nicht zu ermöglichen.

Aber es soll anders sein: damit Bus oder Autos nicht 2 Sekunden Zeit verlieren, dürfen sind ältere Menschen bis zu 5 Minuten unter Gefahren von diesem neuen Halt des Busses 201 bis zum Bahnhof schleppen.

Das ist ein Skandal!


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Last modified 2010-02-16 10:57 AM
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