PUK verurteilt manipulative Graphiken des Flugblattes
In der Ausgabe 8/2005 des Amtsblattes der Stadtgemeinde Klosterneuburg wurde ein Flugblatt eingeheftet, dessen Graphiken außerordentlich manipulativen Charakter aufweisen, den die PUK aufs schärfste zurückweist. Auf dem Querschnitt der Umfahrungsstraße ist ein Kfz abgebildet, das die Breite eines Panzers aufweist und wie eine Flunder flachgedrückt ist.

(Nach dem Flugblatt d. NÖ Straßendienstes - Okt. 05, verteilt über Amtsblatt
d. Stadtgemeinde Klosterneuburg. Graphik: PUK)
Jedem sorgfältigen Betrachter fällt sofort auf, dass dieses Kfz fast so breit gezeichnet ist wie die danebengezeichnete Lokomotive.
Dazu einige recherchierte Daten über tatsächliche Breiten:
Opel Corsa | 160,8 cm | Taurus Lokomotive | 301,9 cm |
VW Golf | 173,5 cm | Spurbreite Bahn | 143,5 cm |
Mercedes E-Klasse | 182,2 cm | Bahntrassenkrone | 850,0 cm |
Cadillac de Ville | 196,0 cm | Breite „Umfahrungstrasse“ | 1150,0 cm |
„Normalautobus“ | 250,0 cm |
Die Aussage von DI Salat (NÖN-Artikel 19.10.05), die „Umfahrungsstraße“ mit einer geplanten Fahrbahnbreite von 11,5 Meter eigne sich nicht als 4-spurige Straße (Originalton DI Salat: „Schwachsinn“) kann jeder Klosterneuburger im tagtäglichen Verkehrsgeschehen selbst widerlegen, nämlich auf der B14, die in weiten Bereichen (z.B. Hotel Buschenreiter, Hochstraße über Kuchelau) deutlich schmäler als 12,00 Meter ist.
Damit hätten wir eine „Umfahrung“, die in der Dimension fast genau dieser B14 entspricht.
Darüber hinaus verfügt die PUK über ein Gutachten jüngsten Datums aus dem Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik (IVV) der TU-Wien (Zitat: „…Es gibt auch Beispiele mit 2 mal 5,50 m Fahrbahnbreite, die einen einwandfreien vierstreifigen Betrieb (im Ortsgebiet) zulassen.“). Das sind sogar weniger als 11,5 Meter! Dieses Gutachten wurde im Rahmen der Einholung einer weiteren Stellungnahme seitens der EU-Kommission an Brüssel gesandt und kann hier auf unserer Homepage eingesehen werden [pdf, 150kb].Die Größenverhältnisse der Schnittgraphik entsprechen keineswegs der Realität. Abgeschätzt an der Trassenbreite der Bahn ist die Straße 1 Meter zu schmal gezeichnet und der abgebildete Pkw so breit wie ein Autobus.
Ein korrigiertes Bild sieht folgendermaßen aus
Schlicht eine Frechheit in der Übersichtsgraphik des Faltblatts ist das Einzeichnen eines Kreisverkehrs auf Höhe Martinssteg/Martinskirche, die der Einbindung von Tunnel und Brücke dienen könnte. Inzwischen wird nämlich behauptet, diese Projektfortsetzungen seien nicht geplant, weil man Angst hat, dass Verwaltungsgerichtshof und EU-Kommission die Filettierung des Projekts zur Vermeidung einer Umweltverträglichkeitsprüfung beanstanden werden. KlosterneuburgerInnen können sich anhand dieser Graphik nun selbst davon überzeugen, was hier tatsächlich geplant ist.
