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PRESSEINFORMATION zu Projekt-Einreichung: Verbauung des „Villa Meran“- Grundstückes
Die PUK hat in den letzten Jahren einige Bürgerinitiativen in ihrem Kampf gegen monströse Wohnbauten und gegen Ortsbild verschandelnde Bauprojekte unterstützt und damit zum Erfolg von Aktionen dieser Bürgerinitiativen ein Gutteil beigetragen.

So wurden wir auch von Frau Dr. Eva Raunig um Unterstützung gebeten. Die bekannte Ärztin ist die federführende Aktivistin gegen die ruinöse Zu-Betonierung des Grundstückes, auf dem die denkmalgeschützte „Villa Meran“ in Weidling steht.

Beeindruckend sind die von ihr gegen dieses Projekt innerhalb von zwei Tagen im „Schneeballeffekt“ gesammelten 430 Unterschriften von aufgebrachten Klosterneuburger BürgerInnen.

Auch auf der rechtlichen Seite, nämlich bezüglich Bebauungsdichte und Ortsbildgutachten gibt es einige Ungereimtheiten.

Auf folgende mündliche Anfrage der PUK in der Stadtplanung gab es leider keine schlüssige Auskunft:

  • Wann wurde die Bebauungsdichte des Villa Meran Grundstückes auf 40% hinaufgesetzt, im Unterschied zur Bauklasse vieler umgebender Grundstücke?

  • Mit welcher nachvollziehbaren Begründung?

  • Und wann wurde die Änderung der Bebauungsdichte vom Gemeinderat bewilligt?

  • Das vorgelegte Ortsbildgutachten nimmt weder auf den bestehenden Denkmalschutz, die erhaltenswerte Einfriedung noch auf die Nichtkonformität des Bauvorhabens mit den Zielen der zurzeit noch gültigen Bausperre Bezug!

Aufgescheucht durch die Macht der 430 Stimmen und dem PUK-schen Wissensdurst haben die für die Stadtplanung zuständigen Stellen der ÖVP die Flucht nach vorne angetreten.

Es wurde festgestellt, dass „vergessen“(!) wurde die auf 40% angehobene Bebauungs-dichte per Beschluss im Gemeinderat zu bewilligen. Das heißt, statt den geplanten fünf Reihenhäusern und einem Wohnhaus für 4 Parteien plus einer Tiefgarage mit 22 Stellplätzen dürften höchstens 300m² verbaut werden.

Über das für das eingereichte Monsterprojekt positive Ortsbildgutachten waren nicht nur die BürgerInnen und Gemeinderätin Lisa Pröglhöf von der PUK, sondern auch Bürgermeister Dr. Gottfried Schuh entsetzt, welcher, nach Vorsprache von Frau Dr. Raunig, die Erstellung eines neuen Ortsbildgutachtens zugesagt hat.

Es ist zu hoffen, dass diese Baupläne nun endgültig vom Tisch sind. In unserer Stadt sollte endlich Gemeinwohl vor Einzelwohl an der Tagesordnung sein.

Die PUK sagt auch allen sich in Zukunft bildenden Bürgerinitiativen, die sich gegen die Zerstörung des Ortsbildes unserer Stadt und deren Umwelt zur Wehr setzen ihre volle Unterstützung zu.


Last modified 2009-09-10 08:48 PM
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