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Plattform Unser Klosterneuburg

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PUK TV: Energie ohne CO2?

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Eine Dokumentation der fast schizophrenen Situation in Nordrhein-Westfalen, wo in Jülich und Umgebung Energieerzeugungstechnologien im großen Stil eingesetzt werden. Woher wir unseren elektrischen Strom beziehen sollte uns nicht gleichgültig sein.

Anlässlich einer privaten Reise nach Norddeutschland wurden Exkursionen in die unmittelbare Umgebung von Jülich gemacht, einer brettelflachen Region, die es aber in sich hat. Die Videodokumentation zeigt

  • Eines von drei weithin sichtbaren Kohlekraftwerken. Solche Braunkohlekraftwerke produzieren etwa ¼ des deutschen Strombedarfs, Steinkohlekraftwerke ähnlich viel.

  • Interessant ist, woher die Kohle kommt: im Tagbau Hambach allein gibt es die größte Grube Europas, ca. 8500 Hektar (das ist 85 Km2, ca. 9x9 Km), eine Fläche, die größer ist als alle Salzkammergutseen zusammen, auch größer als das Gemeindegebiet (nicht Stadtgebiet!) von Klosterneuburg mit ca. 76 Km2. Die Grube reicht bis 240 Meter unter den Meeresspiegel. 8 Bagger von kaum vorstellbarer Größe (96 Meter hoch, 240 Meter lang) schaufeln täglich Gesteinsmassen im Ausmaß von je 240000 m3 um. Es ist eine Streitfrage unter Experten, ob der Abbau oder die Verbrennung mehr Schadstoffe in die Atmosphäre absetzen.

  • Das Flachland ist aber auch übersäht mit Windrädern. Gegenwärtig werden ca. 6 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus Windenergie erzeugt. Mehr als 18.500 Windenergieanlagen sind Ende 2006 in Betrieb. Deutschland hat sich inzwischen zum Marktführer in dieser Technologie gemausert.

  • Besonders interessant ist ein experimentelles Solarkraftwerk: Ein weltweit einzigartiges Solar-Kraftwerk mit der Größe von drei Fußballfeldern und einer geplanten Leistung von 1,5 Megawatt geht in Kürze in Betrieb. Die rund 22 Millionen Euro teure Demonstrationsanlage erforscht vor allem die komplexe Technologie und kann dabei eine überschaubare Strommenge für den Jahresverbrauch von rund 350 Haushalten produzieren. Im Zentrum steht ein etwa 50 Meter hoher Turm, der von zahllosen beweglichen Spiegeln umgeben ist, die sich bei Sonnenschein aufrichten. Das reflektierte Licht wird in einer solaren Brennkammer als Empfänger gebündelt, wobei Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius herrschen. Der entstehende Wasserdampf treibt wiederum Turbinen an, die dann den gewünschten Strom produzieren - deutlich umweltfreundlicher als bei der gewohnten Verbrennung von Öl, Gas oder Kohle. Während bei ähnlichen Solar-Systemen in anderen Ländern bei Dunkelheit auch die Stromerzeugung unterbrochen ist, kann das neue Kraftwerk mit den Stadtwerken Jülich als künftige Betreiber dank einer speziellen Keramik die erzeugte Hitze speichern und im Dauerbetrieb zeitverzögert abgeben.

Hier finden sich also einige Anregungen, wie man fossilem Energieverbrauch zu Leibe rücken kann. Umdenken ist angesagt.


braunkohle.jpg

kamera.png Video auf YouTube

Last modified 2008-12-10 11:39 AM
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