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Energie

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Die Energiepolitik ist ein wichtiger Baustein der Klimapolitik. Große Anstrengungen werden erfolgen müssen, um Versäumnisse der Vergangenheit wettzumachen.

Motivation

Die Energiepolitik ist ein wichtiger Baustein der Klimapolitik. Große Anstrengungen werden erfolgen müssen, um Versäumnisse der Vergangenheit wettzumachen. Energiepolitik wird klassischerweise vielleicht nicht als primäre Aufgabe der Gemeinden gesehen, vielleicht zu Unrecht, denn gerade auf Gemeindeebene gibt es ein gewaltiges Effizienzsteigerungspotenzial.

Außerdem ist das Thema von hoher Brisanz und die Aufgaben, denen wir uns stellen müssen, erfordern die Zusammenarbeit aller Ebenen der Verwaltung.

Klimaveränderungen durch menschliche Einflüsse (vor allem der Ausstoß von Treibhausgasen) bedrohen die Wohlfahrt vor allem der künftigen Generationen. Es muss daher jetzt gehandelt werden!

Investitionen in vernünftige Energiepolitik schaffen bzw. erhalten als Nebeneffekt jede Menge von Arbeitsplätzen.

 

Welche Teilprobleme können also auf Gemeindeebene am besten bearbeitet werden?

Zum einen ist die Gemeinde ja selbst mit der Verwaltung (Gebäude, Fuhrpark, …), allen kommunalen Einrichtungen (Schulen, Wohngebäuden, Wasserwerke, Kläranlage, Happyland, Babenbergerhalle…) und der kommunalen Infrastruktur (Straßenbeleuchtung, Besteller der Leistungen des Öffentlichen Verkehrs etc) ein bedeutender Energieverbraucher.

Zum anderen können in den privaten Haushalten mit Vorgaben und Anreizen eine höhere Energieeffizienz erreicht werden. Dies kann einerseits durch ein gut durchdachtes Förderkonzept für Neubauten und Sanierungen erreicht werden, andererseits auch durch die Unterstützung von Systemen des „Energy-Contracting“, bei dem der Endverbraucher für seinen Energieverbrauch in der bisherigen Höhe zahlt, die Investitionskosten zur Energieeffizientsteigerung fremdfinanziert werden, und die Rückzahlung über die Energiekosteneinsparung erfolgt.

Nachhaltige Energiegewinnung sollte vorzugsweise unter Nutzung lokaler, biogener, nachwachsender Ressourcen erfolgen. Selbstverständlich können und sollten in einem vernünftigen Energiemix auch weitere Formen der der Energiegewinnung – wie Photovoltaik, Solarthermie, Erdwärme, Wärmepumpensysteme, Wind, Wasser – statt fossilen Energiequellen (Öl, Gas) genutzt werden. Gerade dabei können Landwirte und kleine bis mittlere Unternehmen von der Gemeinde unterstützt und als Partner gewonnen werden.

Straßenbeleuchtung ist ein sensibler Teilbereich des Energieeinsatzes. Natürlich besteht Sicherheitsbedarf (ausreichende Beleuchtungsstärke für den öffentlichen Raum, nicht nur für Straßenverkehr, sondern auch im Interesse der Sicherheit der AnrainerInnen). Wartungs- und Erneuerungsaufgaben dürfen allerdings nicht mit massiver Energieverschwendung durch Einschalten unter Tags verbunden werden. Es sollte durch technische Möglichkeiten leicht sein, in bestimmten, in der Nacht praktisch nicht frequentierten Bereichen die Beleuchtung zu dimmen (drosseln) oder teilabzuschalten. Und nicht zuletzt ist es wichtig, auf neueste, effiziente Beleuchtungstechniken umzusteigen. Einige Gemeinden haben dafür ebenfalls den Weg des Energie-Contractings gewählt.

 

Was fordert die PUK?

Die Gemeinde soll eine Vorbildrolle einnehmen bezüglich Klima- und Energiepolitik. Alle Aktivitäten und Verantwortungsbereiche der Gemeinde und ihrer untergeordneten Unternehmen sollen auf Energieeffizienz bewertet und saniert werden. Schaffung von Vorgaben und Anreizen zur Energieoptimierung privater Haushalte.

 

Konkret bedeutet das

Wärmedämmung aller gemeindeeigenen Gebäude. Wärmerückgewinnung aus Abwässern der Kläranlage. Schrittweise Umstellung auf einen energieeffizienten Fuhrpark.

Entwicklung eines ehrgeizigen Förderprogramms zur Wärmedämmung privater Haushalte. Straßenbeleuchtung nach den neuesten technischen Standards (LED). Förderprogramm zur dezentralen Energiegewinnung in den Haushalten (z.B. durch fotovoltaische Anlagen).

 

Ziel

Energieautarkie auf Gemeindeebene. Am Vorbild Güssing sollte ein eigenständiger für Klosterneuburg geeigneter Weg beschritten werden.

 

 

Wilfried Baumann

Last modified 2010-01-21 11:35 AM